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SEPA (Single Euro Payments Area) ist der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Mit SEPA wird eine einheitliche europäische Zahlungslandschaft für Euro-Zahlungen entstehen. Diese wird am Ende 31 Länder umfassen.

Neben den 15 Euro-Staaten sind alle 12 weiteren EUMitgliedstaaten beteiligt. Auch die Kreditinstitute in den drei Staaten des Europäischen Wirtschaftraumes (EWR) Island, Liechtenstein und Norwegen sowie zusätzlich die Schweiz wollen die neuen europäischen Zahlungsinstrumente einführen.

Die Schaffung von SEPA ist Teil der Umsetzung des Binnenmarktes seit 1992.

Die EU möchte im Rahmen der „Lissabon-Agenda“ bis 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ werden. Deshalb wurden einheitliche Standards und Regelungen für Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen in Europa entwickelt und verabschiedet.

Die neuen Zahlungsverkehrsstandards werden abhängig vom rechtlichen Umfeld ab 2008 sukzessive eingeführt.


Welche Länder umfasst der „SEPA-Raum“?

Die neuen SEPA-Produkte sollen innerhalb von 31 Ländern gelten. Dies sind die Staaten der Europäischen Union (EU), die drei weiteren Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sowie die Schweiz.

  • Die Schweizer Banken werden in Zusammenhang mit SEPA sukzessive entsprechende europäische rechtliche Regelungen umsetzen. Für Überweisungen wird dies bereits im Jahr 2008 erfolgen. Daher werden Schweizer Banken ab 2008 am neuen „SEPA Überweisungsverfahren“ teilnehmen.
  • Die 31 Länder sind derzeit: die 27 EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern), die drei weiteren EWR-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) sowie die Schweiz.


Welche Zahlungsinstrumente gibt es in SEPA?

Im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum wird es einheitliche Standards und Regelungen für Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen für Europa geben.

  • Die europäische Überweisung (SEPA Credit Transfer – SCT) fasst Vorgaben bereits bestehender europäischer Vereinbarungen zur Abwicklung grenzüberschreitender Überweisungen zu einem einheitlichen Konzept zusammen und gewährleistet damit ein europäisches Standardverfahren für den Massenzahlungsverkehr grenzüberschreitend im Binnenmarkt sowie innerhalb Deutschland. Eine Grundlage bildet hier die in Deutschland seit dem Jahr 2003 angebotene „EU-Standardüberweisung“ und basiert auf der Verwendung von IBAN und BIC. Das neue SEPA-Verfahren startet am 28. Januar
    2008. Die Kunden können dann die „€uro-Überweisung“ verwenden, die die „EUStandardüberweisung“ ablösen wird.
  • Mit der europäischen Lastschrift (SEPA Direct Debit – SDD) wird erstmals auch für grenzüberschreitende Lastschrifteinzüge ein Zahlungsinstrument geschaffen. Das vorliegende neue Verfahren übernimmt wesentliche Merkmale des in Deutschland stark genutzten Einzugsermächtigungslastschriftverfahrens. Dieses neue Lastschriftverfahren wird abhängig vom rechtlichen Umfeld und der Umsetzung der EU-Richtlinie für Zahlungsdienste im Binnenmarkt vollumfänglich ab Ende 2009 den Kunden zur Verfügung stehen können.
  • Das „SEPA Cards Framework“ (Rahmenwerk für Kartenzahlungen) definiert generelle Anforderungen an Kartensysteme, die das Bezahlen in ganz Europa deutlich vereinfachen sollen. Kunden sollen ihre Karte in ganz Europa verwenden können, ohne einen Unterschied zum Einsatz im Heimatland zu erkennen. Diesen Anforderungen ist die deutsche Kreditwirtschaft mit der europaweiten Öffnung von electronic cash bereits im September 2005 als erster Anbieter eines Kartenzahlungssystems erfolgreich nachgekommen. Darauf aufbauend wurde am 7. November 2007 die "Euro Alliance of Payment Schemes" (EAPS) gegründet. Die genossenschaftlichen Zahlungskarten, die VRBankCard (Debit-Karte) und die Kredit-Karten (MasterCard, VISA) sind alle mit dem EMV-Chip-Standard ausgestattet und erfüllen bereits seit mehreren Jahren die Anforderungen von SEPA.